Neuer Topasfund aus dem Lugnez
Richard Meyer und Hannes Casutt

Im Jahr 1983 entdeckte Heini Luginbühl erstmals Topas im Lugnez, der einzigen damals bekannten Fundstelle aus Zerrklüften in der Schweiz. Im Frühling 2018 gelang es, erneut schöne Topas-Kristalle zu finden. Der Fund ist bemerkenswert, auch wenn er bezüglich der Kristallgrösse nicht an den Erstfund herankommt.

 

Die Uran-Mineralisation von Nant-de-Drance, Emosson VS
Stefan Ansermet und Nicolas Meisser

2009 wurde das hydroelektrisches Projekt Nant-de-Drance von Alpiq und SBB in Angriff genommen. Es hatte das Ziel, eine unterirdische Pump- und Turbinierstation zu bauen zwischen den Staumauern Vieux-Emosson und Emosson. Diese Anlage ermöglicht, Wasser bei billigen Strompreisen hochzupumpen und bei den Verbrauchspitzen zu turbinieren. Es ist auch eine geschickte Art, überschüssige Sonnen- und Windenergie zu speichern. Anfang 2013 durchquerten die Grabungsarbeiten eine Zone zwischen 1990 und 1976 m ü. M. mit natürlichem uranhaltigem Gestein.

 

Geologie und Paläontologie des Bergwerks Herznach – Teil 1: Die Erdgeschichte des «Meeresbodens»
Peter Bitterli-Dreher

Seit einigen Jahren legen Mitglieder des Vereins Eisen und Bergwerke (VEB) in Herznach im Wasserstollen des Bergwerks einen fossilen Meeresboden frei. Mühsam am Boden kniend werden die Schalen heraus präpariert. So entstand ein geologisches Naturwunder von überregionaler Bedeutung. Die Fläche ist mit unzähligen Ammonitenschalen übersät, die in mehreren Schichten übereinander liegen. In diesem Artikel wird der Horizont vorgestellt und seine stratigraphische Einordnung erläutert.

 

Kristallfund in Eggerberg: Eine Bergung mittels Schlitten
Thilo Arlt und Kurt Aebi

Die Gemeinde Eggerberg bei Visp im Wallis hat in Strahlerkreisen bisher nur wenig Aufsehen erregt. Beim Bau des Bahntunnels zwischen Ausserberg und Eggerberg sind zwar Fluorit und zahlreiche andere Mineralien aus dem Bereich des Trias-Dolomits gefunden und beschrieben worden (Ogi & Soom 1988), grosse Kristallfunde sind jedoch in neuerer Zeit keine bekannt geworden. Das verwundert ein wenig.

 

Černýit und Kësterit – zwei seltene Zinnminerale
Thomas Raber und Philippe Roth

Einer der neuesten Mineralnachweise vom Lengenbach gelang Ende 2019 mit der Identifizierung des seltenen Minerals Černýit. Der Erstfund stammt vom Sammler und Fotografen Mischa Crumbach. Auf einem Haldenfund von 1992 entdeckte er auf zwei gegenüberliegenden Stufenseiten zusammen mit Jordanit winzige, isometrische Kriställchen, die in ihrem Aussehen an den am Lengenbach seltenen Kësterit erinnerten. Untersuchungen der Probe mittels EDXS-Analyse durch den Zweitautor bestätigten den vermuteten Kësterit. Allerdings zeigten sich bei manchen der Kriställchen, aber nur auf der einen Seite, deutliche Cadmiumgehalte. Zum Teil war sogar deutlich mehr Cadmium nachweisbar als Zink. Die Vermutung, dass hier das Cadmium-Analogon des Kësterits, der Černýit, vorliegen könnte, wurde dementsprechend bereits im „Cadmium-Artikel“ dieser Artikelserie im Schweizer Strahler 3/2019 formuliert.

 (ABSTRACT in English see below)

 

ABSTRACT

Černýit und Kësterit

Kësterite has been known for a while at Lengenbach, as a rare species that exclusively occurs in the southern part of the quarry, in the jordanite paragenesis. Recently, we found its cadmium analogon, černýite. Morphologically both species are identical, forming small pseudotetrahedral crystals that commonly have grown on sphalerite in what appears to be an epitactic relation. The investigated crystals displayed an almost pure core of kësterite and a similarly pure rim of černýite, with a sharp limit between the two.

 

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