Mineralogische Topografie der Schweiz und angrenzender Regionen – 1. Teil - Binntal (CH) - Veglia (I) - Devero (I)
S. Cuchet, M. Crumbach, A. van der Burgt, F. Vanini, C. Loranth, P. Mestrom, E. Antonysen, N. Meisser, P. Roth

Der Schweizer Strahler beginnt eine Serie zur mineralogischen Topografie der Schweiz und angrenzender Regionen. Im ersten Teil wird eine Serie von Neuheiten im weiteren Sinn aus der Monte Leone-Decke (Binntal, Alpe Veglia, Alpe Devero) beschrieben. Einige sind sehr unerwartete Neuheiten für die mineralogische Erfassung der Gegend oder füllen vorhergesehene Lücken, andere sind absolut spektakulär wegen ihrer Dimension (Aeschynit-(Y)), ihrer Form (Anatas), ihrer chemischen Zusammensetzung (der Davidit-(Ce)) oder ... allem zusammen (Hingganit-(Y)).

Mineralienliste im Detail (PDF)

 

 

Kristallsuche in den Glarner und Urner Bergen
Chäp Bäbler

Ab und zu besuche ich auch die an das Glarnerland angrenzende Kantone, St. Gallen, Graubünden und Uri, um nach Kristallen zu suchen. Meistens bin ich mit Richi, meinem Strahler Kollegen unterwegs. Diesmal aber steige ich alleine zur Cavardiras Hütte auf, um von dort aus ein paar Strahlertouren zu unternehmen. Mangels Gesprächspartner hänge ich den Gedanken nach, dabei kommen mir ein paar Begebenheiten von vergangenen Strahlertouren in den Sinn.

 

Mont Sujet, Mürtschenstock und Chasseron: Drei neue Schweizer Meteoriten
Beda Hofmann, Nicolas Meisser, Edwin Gnos

In Mitteleuropa sind Fälle und Funde von Meteoriten ausgesprochen selten. Bisher waren aus der Schweiz nur acht Meteoriten bekannt. Die hier beschriebenen drei Neufunde sind Folge intensivierter Öffentlichkeitsarbeit und der Forschungszusammenarbeit zwischen sechs wissenschaftlichen Institutionen in der Schweiz. Weiter haben Zufall und Glück mitgeholfen.

 

Ungewöhnliche Calcitkristalle von A Neuve VS
Cédric Schnyder, Jean-Claude Nissille

In den Alpen findet man oft Klüfte mit seltenen Mineralien. Erstaunlicher ist, eine unerwartete Form eines beinahe überall vorkommenden Minerals wie dem Calcit zu entdecken. Eine solche ungewöhnliche Form weckte unsere Neugier, und so beschlossen wir, die Sache eingehender zu untersuchen.

 

Ferrohexahydrit, Rozenit, Starkeyit und Mohrit – eine supergene Eisen-Magnesium-Sulfat-Paragenese
Nicolas Meisser, Ralph Cannon, Thomas Raber

Während der üblichen Sicherungsarbeiten zu Beginn einer jeden Abbausaison am Lengenbach wurde in den Jahren 1997 und 1998 eine abgerissene und instabile Dolomitpartie in der Nordböschung geräumt. Der Dolomit war in diesem mittleren Grubenbereich von zahlreichen und dicht gestaffelten, steil einfallenden tektonischen Rutschungsflächen durchzogen. Der Pyrit aus den angrenzenden Schichtbändern wurde auf diesen Scherflächen während früherer tektonischer Prozesse meist feinpulvrig zerrieben oder partiell auch blank poliert. Auch heute noch ist dieser Bereich auf einem inzwischen tieferliegenden Teil unmittelbar vor der heutigen Grubenhalle erschlossen. Der Abschnitt liegt bereits weitgehend abseits der dort mineralisierten Zonen der Grube, und es wurden damals nur wenige typische Belege mit Pyrit-Harnischen als Gesteinsproben entnommen. Auf diesen Fundstücken fielen auch verschiedene Sekundärbildungen als weisse Überzüge und Ausblühungen auf.

(ABSTRACT in English see below)

 

ABSTRACT

Ferrohexahydrit, Rozenit, Starkeyit und Mohrit

The article describes a supergene iron-magnesium-sulfates paragenesis that formed on fine-grained to partially polished, pyrite-rich slickenside sections of tectonic fractures found in 1997/1998 in the northern part of the quarry. Early analyses on this material showed the existence of hexahydrite and epsomite as main species. Recent investigations performed at the Cantonal Museum of Geology in Lausanne now revealed four additional, interesting and partly rare sulfates: ferrohexahydrite, starkeyite, rozenite, and mohrite. This mineral association is unusual for the Lengenbach, a locality known for the abundance of its sulfide and sulfosalt minerals but not for an extensive oxidation zone.

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